Warum tat er das?

Jim Redmonds Sohn Derek war Favorit für den 400-Meter-Lauf
bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona.

Im Halbfinale spürte der sechsundzwanzigjährige Brite plötzlich einen
brennenden Schmerz im Bein.

Seine Achillessehne war gerissen und er sank zu Boden.

Die Sanitäter eilten mit der Trage herbei,
aber Derek kämpfte sich wieder auf die Beine.

“Es war nur noch reinster Instinkt”, sagte er später.

Er schob die Trainer beiseite und begann
auf einem Bein hüpfend das Rennen zu beenden.

Als er in die Zielgerade einbog, drängte sich ein kräftiger Mann
durch die Menge. Er trug ein T-Shirt auf dem zu lesen war:

“Heute schon dein Kind umarmt?”

Sein Hut ergänzte die Herausforderung: “Just Do It”.

Es war Jim Redmond, Dereks Vater.

“Du musst das nicht machen”, rief er seinem Sohn zu,
der vor Schmerzen weinte. “Doch muss ich”, behaarte Derek.

“Also gut”, erwiderte Jim, “dann beenden wir dieses Rennen gemeinsam.”

Und das taten sie.
Jim legte Dereks Arm um seine Schulter und half ihm,
zur Ziellinie zu humpeln.


Er wehrte das Sicherheitspersonal ab und passte auf, dass Derek in seiner Bahn blieb. Zeitweise lehnte Dereks Kopf an der Schulter seines Vaters.

Die Menge applaudierte. Und stand auf.
Tausende feuerten Vater und Sohn an und weinten, als die
beiden das Rennen beendeten.

Hier das VIDEO:

Was hatte den Vater zu seinem Handeln bewegt?
Warum hatte er seinen Tribünenplatz verlassen und sich zu
seinem Sohn durchgekämpft?
War es die Stärke seines Kindes? Nein.

Es war der Schmerz seines Sohnes.
Sein Kind war verletzt und kämpfte trotz allem weiter,
um das Rennen zu beenden.

Deswegen kam der Vater und half ihm, es zu schaffen.

aus dem Buch “Schön, dass es dich gibt” von Max Lucado
Gefunden im “Seelen-Futter” von GekreuzSiegt