3.3. Tipps, wie man am besten zum Einüben des persönlichen
Sprachenbetens kommt:

Zunächst sollte man, bevor man den ‘Mund aufmacht’, die Kontrolle über das verständige Reden ganz bewusst an Gott abgeben. Man muss sich im klaren darüber sein, dass das nächste, was aus dem Mund kommt, klingt wie Kindergebabbel – also die “Demütigung des Verstandes schlechthin” (Zitat: Birgit Erbe). Solange man aber an seinem Verstand, seiner Klugheit und seiner Mündigkeit festhält, kann man dieses Sprachenbeten nicht praktizieren. Es umgeht schlichtweg den Verstand; man muss vor Gott schon werden wie ein kleines Kind. In dieser Position kann man dann auch mit dem Gebabbel umgehen. Nicht nur, dass man diesbezüglich vor Gott werden muss wie ein Kind; gleichzeitig steht man auch vor einer großen Glaubensherausforderung – völlig kindlich muss man davon ausgehen, dass, wenn man den Mund jetzt aufmacht, auch etwas herauskommen wird, was man weder vorher mit dem Verstand gebildet hat noch vorher in Worte fassen konnte (obwohl es aber sein kann, dass im Verstand schon Silben angekommen sein können – man hört sie dann innerlich). Die Worte kommen aber erst dann richtig, wenn man den Mund aufmacht und sie ausspricht. Es ist wie ein Sprung in das tiefe Wasser, ohne zu wissen, ob man schwimmen kann – nur auf das Wort und damit den Willen Gottes hin – so ist der Vorgang des Sprachenbetens in den Gefühlen. Aber der investierte Glaube und vor allem der Mut lohnen sich.

Und keine Angst; die Gedanken, die sich dann einstellen, nämlich dass man das ja selbst macht (und nicht Gott) sind falsch! Meine Untersuchungen dazu haben mich zu dem Ergebnis gebracht, dass es nicht möglich ist, ohne zu denken irgendwelche Silben auszusprechen. Alles, was wir normalerweise reden, muss vorher unser Gehirn durchlaufen haben; selbst plappernde Kinder müssen ihr Gebabbel vorher gedacht haben. Will man eine Kauderwelschsprache erfinden, muss man lange daran feilen, bis sie sich anhört wie eine Sprache. Es gibt kein menschliches Reden ohne vorher zu denken – so etwas geht wirklich nur von Gott her durch den Heiligen Geist!

Am besten probiert man das Sprachenbeten direkt nach der Geisttaufe oder in Segnungsteilen aus, wo ohnehin viele Sprachenbeter versammelt sind und die gesamte Atmosphäre ziemlich “geistschwanger” ist. Hat man diese Möglichkeit nicht, dann ist eine weitere gute Möglichkeit die Zeit des persönlichen Lobpreises mit Gott. Man kann selbst anfangen zu singen, oder zu einer CD mitsingen und nach und nach einfach aufhören, verständliche Worte zu benutzen und stattdessen beginnen, einfache Silben oder was da eben kommt, zur Musik zu singen. Ich denke, das ist am entspannendsten und macht am wenigsten Druck. Wenn man so richtig in den Lobpreis kommt, ist das mit Sicherheit gut zu machen.

Sehr viele Christen bekommen nach der Geisttaufe nur ein bis zwei Silben als neue Sprache geschenkt. Das ist ätzend, aber deshalb nicht weniger von Gott. Hier ist die “Geduld der Heiligen” gefragt, sprich Glauben und Treue. Man kann an dieser Stelle enttäuscht aufhören, dann wird man auch diese wenigen Silben unter Umständen wieder verlieren; oder besser man macht mit dem Wenigen weiter. Alle, denen es so ging (inklusive ich selbst), haben mir bezeugt, dass es nach und nach immer mehr Silben wurden, bis sie sich schließlich wie Wörter und Sätze anhörten. Andere bekommen gleich eine komplette Sprache, das ist eben unterschiedlich – aber eines ist gleich: alle, die es wirklich wollten, sprachen in einer neuen Gebetssprache durch den Heiligen Geist. Gott zwingt niemandem diese Sprache auf. Wir selbst entscheiden, ob wir das wollen und wann wir das tun. Ebenso entscheiden wir, ob wir darauf verzichten wollen, auch dieses Recht steht uns zu. Das wäre nur zu schade, denn wie schon beschrieben ist dieses Sprachenbeten für unser tägliches Christenleben mit Gott ganz sinnvoll und praktisch.

Und genau aus diesem Grund steht das persönliche Sprachengebet für jeden geistgetauften Christen zur Verfügung; Gott hat keine Lieblingskinder, die Er für ihr tägliches Leben mit Ihm besser ausrüsten will als andere. Leben im Überfluss ist für jedes seiner Kinder da – und dazu gehören auch Geisttaufe und Sprachenbeten. Sie dienen in erster Linie einer effektiveren und tieferen Beziehung zu Gott – und somit auch dem persönlichen Wohlergehen und machen uns
dann in zweier Linie besser diensttauglich.

Noch ein Wort an alle, die sagen, das persönliche Sprachengebet kommt von Satan:

Wenn dies so wäre, dann hätte Jesus selbst uns an Satan verkauft! Denn Jesus selbst hat allen Gläubigen in Markus 16 das Reden in neuen Zungen verheißen!
Und auch Paulus redete mehr in Zungen als alle – sagt er. War Paulus mit dem Teufel im Bunde?

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